Welcher Kurstyp passt zu deinem Ziel? Hier findest du Antworten zu Intensivkurs, Abendkurs, Online-Format und Prüfungsvorbereitung.
Welche Kursarten bieten Sprachschulen in Deutschland an?
Die wichtigsten Kursformate sind: Intensivkurse (20–30 Std./Woche, ideal für schnellen Fortschritt), Abend-/Wochenendkurse (meist 2–4 Std./Woche, neben Job/Studium), Einzelunterricht (individuell zugeschnitten), Prüfungsvorbereitung (TestDaF, DSH, telc, Goethe), Integrationskurse (BAMF-gefördert) und Online-Kurse (flexibel, oft günstiger).
Was ist ein Intensivkurs?
Ein Intensivkurs umfasst meist 20–30 Unterrichtsstunden pro Woche, verteilt auf Vormittag oder Nachmittag. Du kannst in 8–12 Wochen eine Niveaustufe (z. B. A2 nach B1) schaffen. Diese Kursform eignet sich besonders für Sprachkurs-Visa, Studienvorbereitung und schnellen Wiedereinstieg. Die Kosten liegen bei privaten Schulen typischerweise zwischen 350–900 € pro Monat.
Was ist der Unterschied zwischen Abendkurs und Intensivkurs?
Intensivkurse sind Vollzeit (4–6 Std./Tag) und dauern pro Niveaustufe ca. 2–3 Monate. Abendkurse laufen meist 2× pro Woche à 2 Stunden und dauern pro Stufe 4–6 Monate. Abendkurse sind günstiger und mit Beruf vereinbar — Intensivkurse sind schneller, aber zeitlich anspruchsvoll.
Was ist ein Integrationskurs?
Der Integrationskurs ist ein vom BAMF geförderter Deutschkurs für Zugewanderte. Er umfasst 600 Unterrichtsstunden Sprachkurs (Ziel: B1) plus 100 Stunden Orientierungskurs (Politik, Geschichte, Gesellschaft). Berechtigte zahlen nur 2,29 € pro Unterrichtsstunde (Stand 2026), also höchstens 1.603 € für den ganzen Kurs — oft sogar kostenfrei: Spätaussiedler nehmen einmal kostenlos teil, wer Bürgergeld, Sozialhilfe, Asylbewerberleistungen oder Arbeitslosengeld bezieht, kann sich auf Antrag befreien lassen (Antrag vor Kursbeginn stellen). Selbstzahler bekommen die Hälfte des Beitrags zurück, wenn sie den Abschlusstest innerhalb von zwei Jahren bestehen. Abschluss: Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) + „Leben in Deutschland"-Test.
Lohnt sich Einzelunterricht?
Einzelunterricht kostet 35–80 € pro Stunde und lohnt sich besonders für: schnelle Prüfungsvorbereitung, spezifische Themen (Fachsprache, Bewerbung), individuelles Tempo oder wenn Gruppenkurse nicht zur eigenen Niveaustufe passen. Viele Lernende kombinieren Gruppenkurs + 2–4 Einzelstunden pro Woche zur gezielten Lückenbearbeitung.
Was ist ein berufsbezogener Sprachkurs (DeuFöV)?
DeuFöV-Kurse (§ 45a AufenthG) sind berufsbezogene Deutschkurse ab Niveau B1. Sie bauen auf dem Integrationskurs auf und führen zu B2, C1 oder C2. Für Berechtigte (z. B. Arbeitssuchende mit Migrationshintergrund) sind sie kostenfrei. Sie enthalten berufliche Kommunikation, Bewerbungstraining und fachbezogenen Wortschatz.
Welcher Kurs ist der richtige für ein Sprachkurs-Visum?
Für das Sprachkurs-Visum (§ 16f AufenthG) verlangen Botschaften einen Intensivkurs mit mindestens 18 Unterrichtsstunden pro Woche (oft werden 20–25 Std./Woche gefordert). Abend- oder Teilzeitkurse werden meist nicht akzeptiert. Die Schule muss eine Anmeldebestätigung mit Kursdauer, Intensität und bezahltem Zeitraum ausstellen.
Sind Online-Sprachkurse gleichwertig?
Online-Kurse sind für A1–B1 gut geeignet und oft 20–30 % günstiger. Für Goethe-, telc- oder TestDaF-Prüfungen wird die Prüfung selbst aber vor Ort abgelegt. Viele Schulen bieten hybride Formate: Präsenz-Intensivkurs in Deutschland + Online-Vorbereitung vor Anreise. Für das Sprachkurs-Visum wird meist ein Präsenzkurs verlangt.
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